Der Erstangreifer

Als Erstangreifer wird das Feuerwehrfahrzeug bezeichnet, das bei allen bzw. den meisten Einsätzen als erstes Fahrzeug ausrückt. Dies war bis Ende Februar 2018 ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) auf VW LT ohne Löschwassertank.

Im zuge der Ersatzbeschaffung dieses Fahrzeuges konnte ein Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank (TSF-W) beschafft werden. Als Fahrgestell dient ein Iveco Daily 70C180 mit Doppelkabine, den Aufbau fertigte die Brandschutztechnik Görlitz (BTG) an.

Mit diesem Fahrzeug steht der Abteilung Steinbach das erste Mal in ihrer Geschichte ein Fahrzeug mit integriertem Löschwassertank zur Verfügung, im Fahrzeug wurde ein Tank mit 900 l Fassungsvermögen verbaut. Dies erhöht die Schlagkraft der Feuerwehr ungemein. Gemäß einer Studie aus den 1970er Jahren ("Wibera-Studie") lassen sich mit dem mitgeführten Löschwasser immerhin über 80 % aller Schadenfeuer bekämpfen. Natürlich ist auch dieses Fahrzeug mit allen Gerätschaften ausgerüstet, um Wasser aus dem Rohrleitungsnetz oder auch aus einem offenen Gewässer wie Seen oder Flüssen zu entnehmen.

Das Einsatzfahrzeug führt neben der vorgeschriebenen Mindestbeladung auch eine umfangreiche Sonder- bzw. Zusatzbeladung mit. zur Ausleuchtung von Einsatzstellen steht ein Lichtmast mit ca. 5 m Lichtpunkthöhe und 4 Xenon-Scheinwerfern zur Verfügung, die über die Bordspannung des Fahrzeuges versorgt werden. SOmit muss nicht an jeder Einsatzstelle der benzinbetriebene Notstromerzeuger in Betrieb genommen werden. Zusätzlich stehen noch zwei Halogenscheinwerfer zur Verfügung, die z.B. auch in einem Gebäude eingesetzt werden können.
Für den Bereich der technischen Hilfeleistung gibt es eine Motorsäge inkl. der notwendigen Schutzkleidung und weiterem Zubehör sowie eine größere Auswahl an Handwerkzeugen, Maschinen und Kleinmaterial.
Für die Brandbekämpfung sind neben der Pumpe, dem Löschwassertank und natürlich den Schläuchen auch vier Atemschutzgeräte, sog. Pressluftatmer im Aufbau verbaut. Als Besonderheit ist ein mobiler Rauchverschluß vorhanden, mit dem sich die Ausbreitung von Brandrauch z.B. in einem treppenhaus wirksam verhindern lässt. Zum schnellen Auffinden von Personen beschaffte der Feuerwehrverein bereits 2017 eine Wärmebildkamera, die die Suche und Rettung von Menschen und Tieren in einer verrauchten Umgebung wesentlich vereinfacht.